Aufwertung und Gestaltung der Fußgängerzone und Plätze in der Innenstadt

Die Bergheimer Innenstadt soll attraktiver werden! Doch wie soll dieses Ziel erreicht werden?

Durch die Aufwertung und Neugestaltung der Fußgängerzone, ihrer Plätze und Zugänge soll eine neue gesamtgestalterische Einheit gebildet werden. Dies wird die Attraktivität der Innenstadt im Hinblick auf die verbesserte Nutzbarkeit des öffentlichen Raums deutlich herausheben und die Aufenthaltsqualität und das Gesamtbild der Innenstadt verbessern. Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens wurden Ideen und Gestaltungsvorschläge für die Aufwertung der Fußgängerzone, Plätze sowie der Zugänge erarbeitet.

Wo stehen wir?

Die Vorplanung durch „Greenbox Landschaftsarchitekten“ ist abgeschlossen und Teil der anschließenden Entwurfsplanung. Ziel ist die Erstellung eines realisierbaren und stimmigen Planungskonzeptes, welches in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachämtern, beispielsweise der Unteren Denkmalbehörde, den VertreterInnen der Behindertenverbände und den Bergheimer Stadtwerken, erstellt werden soll.

Im Sommer 2023 wurden durch sogenannte Suchschachtungen und Lastplattendruckversuche die Beschaffenheit des Bodens und die Leitungen geprüft. Dazu wurde im Altstadtbereich der Fußgängerzone an mehreren Punkten der Boden geöffnet und untersucht. Begleitend dazu gab es eine Stadtrallye, die ihr hier noch herunterladen könnt.

Im Januar 2024 wurde der aktuelle Planungsstand allen Interessierten vorgestellt. Alle Informationen rund um die Planung und den Ablauf der Neugestaltung der Fußgängerzone könnt ihr hier einsehen.

 

Was ist bisher geschehen?

Bürgerbeteiligung 2021

Im Vorfeld des Wettbewerbs fand im Frühjahr 2021 eine Bürgerbeteiligung statt, die als Grundlage der Ziele des Wettbewerbs galten. Hierbei konnten die Bürger*innen Bergheims Ideen, Wünsche und Anregungen für die Neugestaltung der Fußgängerzone auf einer digitalen Beteiligungsplattform, postalisch, per E-Mail oder per Telefon mitteilen. Alle Beiträge wurden in einer Dokumentation zusammengetragen und den Planungsbüros im Rahmen der Wettbewerbsaufgabe zur Verfügung gestellt. Sie können unter folgendem Link die Beteiligungsergebnisse einsehen: beteiligung-insek.de

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung 2021

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb

Der Gewinnerentwurf

Beim Wettbewerbsverfahren, an dem mehrere renommierte Planungsbüros teilnahmen, konnte das Planungsbüro „Greenbox“ mit seiner Idee der „Bergheimer Promenade“ überzeugen. Hierbei reichen sich das historische und neuzeitliche Stadtzentrum im Bereich der kleinen Erft die Hand. Als konstantes und identitätsstiftendes Rückgrat prägt zukünftig die neugestaltete Hauptstraße als charakterstarke Promenade die Innenstadt. Durch eine zusammenhängende Flaniermeile und die daran angedockten unterschiedlichen Platzsituationen entsteht ein hochwertiges innerstädtisches Ensemble, das mit einer Vielzahl an Atmosphären aufwarten kann. Der an den Ufern der Erft gelegene Hubert-Rheinfeld-Platz bildet dabei die Mitte und das kommunikative Herz der ”Bergheimer Waage”.

Es soll die facettenreiche Geschichte der Stadt in Form eines “Zeitstrahls” entlang der Hauptstraße erzählt werden. Als verbindendes Element zwischen Alt- und Neustadt kennzeichnet die im Boden integrierte ”Via Libra“ (Zeitstrahl) die neue Bergheimer Promenade. Der elegante Zierstreifen aus Naturstein bildet die Grundlage für ein Leit- und Orientierungssystem im innerstädtischen Zentrum Bergheims.

Entlang des Zeitstrahls wird die Geschichte Bergheims erlebbar gemacht. Die Start- und Endpunkte bilden dabei die Stationen Aachener Tor in der Altstadt und Grünes Tor im Bereich der Neustadt. Zwischen diesen beiden Polen wird begleitend zur Altstadt die historische und im Bereich der Neustadt die zeitgenössische Geschichte der Stadt erzählt.

Neben einer Zusammenfassung der Beteiligungsergebnisse können Sie unterfolgendem Link ab sofort auch die Wettbewerbsergebnisse einsehen: beteiligung-insek.de

Entwurfsplanung aus dem Wettbewerb 2021

Die 5 Bauabschnitte

Um eine städtebaulich qualitätsvolle und konsensfähige Lösung umzusetzen, werden folgende 5 Bauabschnitte definiert:

 

1. Bauabschnitt Aachener Tor

Der Bereich zwischen dem Aachener Tor, als wichtiges mittelalterliches Gebäude aus dem 13. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung, und der Lippertsgasse bilden den ersten Bauabschnitt. Vom Aachener Tor in Richtung Osten besteht auf engstem Raum eine enorme Dichte an historisch bedeutenden Gebäuden, von denen bereits einige unter Denkmalschutz stehen. Der Abschnitt endet an der Lippertsgasse, die den ursprünglichen Verlauf der Mühlenerft verdeutlicht, die ansonsten unterirdisch verläuft und somit im Stadtbild nicht mehr sichtbar ist. Die Fördergelder der Städtebauförderung wurden bereits durch die Bezirksregierung Köln für den 1. Bauabschnitt bewilligt.

 

2. Bauabschnitt Georgskapelle

Ein stadtbildprägender Raum innerhalb der Fußgängerzone stellt der kleine Platz an der St. Georgskapelle dar, der durch einen baulichen Rücksprung der Kapelle an der Hauptstraße entsteht. Er ist durch vier großkronige Platanen und eine Brunnenanlage geprägt. Die Bäume und die angrenzenden Gebäude unterstreichen den Altstadtcharakter und schaffen hier eine besondere Atmosphäre. Einen weiteren Bereich des zweiten Bauabschnittes bildet der öffentliche Raum entlang der Klosterstraße bis zum Maria-Hilf-Krankenhaus. Hier soll eine Verbesserung der Barrierefreiheit sowie eine Verknüpfung mit der Fußgängerzone erreicht werden.
Die Städtebaufördermittel von Land und Bund, für den 2. Bauabschnitt, sind beantragt und der Zuwendungsbescheid wird in 2023 erwartet.

 

3. Bauabschnitt Hubert-Rheinfeld-Platz

Direkt an der Kleinen Erft gelegen und parallel zum MEDIO.RHEIN.ERFT erstreckt sich der Hubert-Rheinfeld-Platz bis zur Kirchstraße. Einen Platzmittelpunkt bildet die Brunnenanlage. Der Platz ist von überdimensionierten und unattraktiven Pflanzbeeten sowie differierenden Beschilderungen gekennzeichnet. Zudem ist eine barrierefreie Zuwegung zur Stadtbibliothek und zum MEDIO.RHEIN.ERFT erschwert.
Das Ziel des dritten Bauabschnittes besteht darin, die zuvor genannten Defizite zu beseitigen und diesen zentralen Punkt in der Innenstadt neu

 

4. Bauabschnitt Kölner Tor-Skulptur

Der Bereich des vierten Bauabschnittes liegt zwischen der Raiffeisenstraße und der Kölner Straße und bildet den Auftakt zur Fußgängerzone aus östlicher Richtung. Geprägt durch die Tor-Skulptur der Künstlerin Magdalena Jetelova in Anlehnung an das ehemalige Kölner Tor sowie weiteren Grünbeeten, ist der Ort als Eingang zur Fußgängerzone wenig einsehbar und durch eine geringe Aufenthaltsqualität geprägt. Der Blick in die Fußgängerzone ist verstellt; vorbeifahrenden Besuchern wird nicht ersichtlich, dass hier der Einkaufsbereich der Stadt beginnt.

 

5. Bauabschnitt Konrad-Adenauer-Platz

Die unscheinbare und zurückhaltende Gestaltung des Platzes entspricht nicht seiner Bedeutung als Entrée für das MEDIO.RHEIN.ERFT sowie des Bergheimer Rathauses. Es fehlen eine Akzentuierung des Eingangs sowie Anreize, sich dort aufzuhalten. Ein barrierefreier Zugang zum Hubert-Rheinfeld-Platz, Konrad-Adenauer-Platz und dem Eingang des Rathauses ist nur auf Umwegen zu erreichen. Das Ziel des fünften Bauabschnittes besteht darin, die zuvor genannten Defizite zu beseitigen und diesen zentralen Punkt in der Innenstadt neu zu ordnen und zu gestalten.

Ihre Ansprechpartner*innen

Fachbereich Planen und Bauen
Abteilung Stadtplanung
INSEK Innenstadt

Bethlehemer Str. 9 - 11
50126 Bergheim

02271 89 797
insek@bergheim.de

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